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Von Gräben, Graswegen und einzeln stehenden Bäumen

Deutschland hat einen enormen Landschaftsverbrauch. Weiterhin wird jeden Tag Land in der Größe von 88 Fußballfeldern als Siedlungs-und Verkehrsfläche verplant ( www.bmu.de vom 01.07.18).


Wer in die Rheinebene fährt, kann dies z.B. anhand der Industriebauten entlang der Autobahn beobachten. Aber auch auf dem Land schrumpfen die Flächen, in denen Wildpflanzen und Tiere leben können. Oft sind sie zurückgedrängt auf isolierte, räumlich scharf begrenzte Rest-Lebensräume. Die Agrarflächen bieten aufgrund der intensiven Bewirtschaftung kaum noch einen artgerechten Lebensraum oder werden aufgrund von Ackergiften lebensfeindlich. Aus diesen Gründen ist es besonders wichtig auf die Landschaftselemente zu achten, die die Produktionsflächen unterbrechen. Sie bieten Pflanzen und Tieren einen Rückzugsraum und ermöglichen das Überwinden von Strecken zwischen den Wald- und Wiesengebieten. So können z.B. einzeln stehende Bäume und das darunter liegende Stück Wiese für Wildtiere wie „Trittsteine“ zum nächsten Waldgebiet werden.

Baum-Insel im Tal zwischen Wiesenbach und Neckargemünd

Hier können sie sich z.B. verstecken. Aber auch Erdhummeln können dort leben, obwohl das Getreidefeld ringsum „gespritzt“ wurde. Sie können von dort über das Feld zum nächsten Erdhummelstandort fliegen. Feldraine, Graswege, Hecken, Baum-Inseln und Gräben mit ihren Gras-Rändern überbrücken Entfernungen zwischen den Lebensräumen. Sie werden Trittstein- und Korridor-Biotope genannt und machen eine kleingliedrige Landschaft aus. Wiesenbachs Feld und Flur war und ist immer noch durch sie geprägt. Vielleicht sind manche dieser Flurstücke sogar im Besitz der Gemeinde. Gemeinsam können wir darauf achten, dass sie nicht verschwinden. Vielleicht ist es sogar möglich neue Trittstein-Biotope zu schaffen.


(AB)

Verein zur Erhaltung der Wiesenbacher Kulturlandschaft e.V.

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