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Wiesenbach, Dorf zwischen zwei Atomkraftwerken

In der vergangenen Woche wurden die Kühltürme des Atomkraftwerks in Philippsburg gesprengt.

Ohne Öffentlichkeit wurde das Symbol der lange Zeit größten Bedrohung Wiesenbachs beseitigt. Deshalb ist es wichtig, dass wir uns noch einmal klarmachen, was man am liebsten immer verdrängt hat: Philippsburg ist nur 30 km/ Luftlinie von Wiesenbach entfernt und bei einem großen Unfall dort hätten wir hier in Wiesenbach unter schrecklichsten Bedingungen alle unser Hab und Gut, unsere Gesundheit, unser Leben verloren. Das zweite Atomkraftwerk in der Region, das schon früher abgeschaltet wurde aber immer noch zurückgebaut wird, liegt in Obrigheim. Das ist nur 20 km/ Luftlinie von Wiesenbach weg.

Wir müssen froh und erleichtert sein, dass wir von einem Unglück, wie es in Tschernobyl (1986) oder in Fukushima (2011) passiert ist, verschont geblieben sind. Dies müssen wir bewusst und dankbar wahrnehmen!

Zu leicht sagt man: „Es wird schon nichts passieren“ und glaubt dies gerne, wenn man dadurch im Moment besser schläft und mehr Wohlstand erwarten kann. Es hilft jedoch nichts, vor Gefahren die Augen zu verschließen und einfach weiterzumachen. Dies trifft auch auf andere Umweltrisiken zu. Es ist wissenschaftlich klar belegt, dass die Lage der Menschen global in vieler Hinsicht dramatisch ist.


Keiner kann vernünftigerweise hoffen, dass es ihn schon nicht betreffen wird. Wir müssen die Bedrohungen verstehen wollen und dort aktiv werden, wo wir selbst etwas bewirken können. Dies betrifft das politische Engagement als auch unser praktisches Verhalten im Alltag.


Corona-Virus, Klimakrise und Artenschwund sind Beispiele für große Herausforderungen, bei denen wir alle extrem viel zu verlieren haben.

(AB)

Blick auf Wiesenbach (Foto: Willi Fischer)

Verein zur Erhaltung der Wiesenbacher Kulturlandschaft e.V.

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