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Weniger Ackergifte auf die Felder Wiesenbachs

Vor mehr als einem Jahr lud die Gemeinde Wiesenbach zu den ersten Themenworkshops zum Wiesenbacher Landschaftskonzept ein. Zwischen Mai und November 2019 saßen Bürger, Fachleute und Gemeindevertreter an vielen Abenden zusammen, um in offenen und moderierten Gesprächen grundsätzliche Themen der Gestaltung und Nutzung der Felder, Wiesen und Wälder zu überdenken. Klimakrise und Artenschwund hatten mehr als deutlich gemacht, dass für die Zukunft auch lokal einiges geändert werden muss. Sowohl die Volksbegehren ProBiene in Bayern und Ba-Wü, das Kooperationspapier für Baden- Württemberg zwischen Naturschutz-, Bauernverbänden und Landesregierung als auch die Regierungsprogramme auf Bundes- und Europaebene - alle formulieren die Notwendigkeit eines dringenden Handelns und sind sich in den Zielen einig. Dies bestätigt auf eindrückliche Weise, was in Wiesenbach in den Gesprächen zum Landschaftskonzept schon erarbeitet worden ist.


Es ist wahrscheinlich und zu hoffen, dass seitdem hier manches mittlerweile auch schon umgesetzt wird. Leider gibt es aber aufgrund der Coronakrise dazu wenig Öffentlichkeit und Informationen.

Tagpfauenauge - in Wiesenbach leider nur noch sehr selten zu sehen (Foto: A. Blasel)

Wir wollen deshalb dem Gemeinderat von Wiesenbach und der Gemeinde-verwaltung deutlich machen, dass wir als Bürger Wiesenbachs gerne wissen wollen, was in Bezug auf das Landschaftskonzept passiert. Die Gemeindenachrichten bieten eine gute Möglichkeit, ohne Corona-Ansteckungsgefahr die Projekte vorzustellen und zu würdigen. Auch können dadurch Diskussionen in Gang kommen, die zu weiteren Ideen und einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess führen. Eventuell könnte sogar ein Forum geschaffen werden, wo interessierte Bürger ihre Mitarbeit z.B. bei Pflegemaßnahmen in der Flur einbringen könnten.


Bringen wir den Prozess „Landschaftskonzept Wiesenbach“ wieder in den öffentlichen Dialog!

Ganz konkret fragen wir heute an, ob die Landpachtverträge für alle gemeindeeigenen Flurstücke Wiesenbachs mittlerweile so verändert wurden, dass der Einsatz von Glyphosat ab sofort ausgeschlossen wird.

Denn wie Erich Kästner es sagt: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“


(AB)


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