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Zukunftsweisendes Landschaftskonzept zum Jubiläumsjahr

Aktualisiert: Aug 2

Es hat sich etwas geändert. Wer zurzeit durch Wiesenbachs Äcker und Wiesen wandert, sieht es sofort: da gibt es mehr Blumen. Es sind zum einen mehrere breite und vielfältige Blühstreifen, in denen gerade die Sonnenblumen blühen. Es gibt gemähte Wiesen, in denen jetzt z.B. die Glockenblumen nachwachsen. Und es gibt reife Wiesen, die ungemäht zum einen den Tieren Rückzugsräume bieten, aber auch Pflanzen wie dem Johanniskraut endlich einmal wieder die Chance geben, zu blühen und auszusamen. Brachliegende Äcker erblühen mit sogenannten Ackerbeikräutern wie Kamille, Kornblume, Königskerze, Wilde Möhren und Ackermalven. Sogar die ungewohnt ungemähten Randstreifen an den Landstraßen erblühen in einer überraschenden Vielfalt. Viele junge Apfelbäume wurden für neue Streuobstwiesen gepflanzt. Doch es wäre naiv zu denken, dass dies alles nicht auch mit viel Arbeit verbunden ist. Deshalb gebührt allen Dank, die sich auf diese Veränderungen einlassen und ausprobieren, wie man mehr Natur in unserem doch extrem genutzten und eng verplanten Lebensumfeld wagen kann.


Vieles, was gedanklich diesen Veränderungen zugrunde liegt, war auch im Jahr 2019 Thema bei den Gesprächen zum Wiesenbacher Landschaftskonzept. Es ist gut, dass Menschen sich davon haben ansprechen lassen und aktiv wurden. Jetzt ist es wichtig dies weiterzuführen und Strukturen zu schaffen, die den Einzelnen unterstützen oder gute Ansätze für die Zukunft koordinieren und erhalten. Im August erwartet der Bürgermeister dazu die Vorschläge des Ingenieurbüros Spang/Fischer/Natzschka. In einem Konzept für die Gemeinde soll mit dem Gemeinderat festgeschrieben werden, wie sich Wiesenbach für seine umgebende Natur und die natürlichen Ressourcen engagieren will. Dazu braucht es dringend Ihr Interesse als Bürger Wiesenbachs. Ein solches, gemeinsames Zukunftskonzept wäre eine Errungenschaft zum Jubiläumsjahr!


Eine gesunde Umwelt hat direkten Einfluss auf unser Wohlbefinden. Denn schließlich wohnen wir in der Mitte der Gemarkung und atmen alle dieselbe Luft. Es geht um unseren Boden, unser Wasser, unsere klimatischen Bedingungen. Es ist gut, dass immer mehr Bürger sich darüber Gedanken machen und schon in dem Bereich, der ihrem Einfluss direkt unterliegt, aktiv werden. So werden wieder Bäume in die Gärten gesetzt. Man verzichtet auf die faden Steinschüttungen, die sich im Sommer so schnell erhitzen, und man achtet darauf, dass Grünflächen mehr Lebensraum für Pflanzen- und Tierwelt bieten. Dabei ändert sich mit dem Verständnis für die notwendigen Lebensräume für Artenvielfalt ganz allmählich auch das Schönheitsempfinden. War es früher vor allem wichtig, dass alles sauber und ordentlich war, so freut man sich jetzt auch an einem ungemähten Ackerrain, auf dem Schmetterlingsraupen in Brennnesseln leben und bunte Wildblumen sich mit dem Blühen abwechseln. Geben wir dem Leben Raum, wo immer es möglich ist. Freuen wir uns an seiner Vielfalt!


(AB)

Auch eine „Wilde Möhre“ ist schön. ( Bild: Annette Blasel)


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