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Wasser, Dürre, Hochwasser - Was können wir tun?

„Gewässer und Boden “, so wurde der dritte Arbeitskreis im Rahmen der Bürgerbeteiligung zum Landschaftskonzept Wiesenbach betitelt.


Beides, Boden wie Wasser, sind elementare Grundlagen für das Leben. Mit der Erfahrung des Hitzesommers 2018 und der massiven Dürre stand deshalb zunächst die Frage im Vordergrund: Was können wir tun, um die Wasserhaltefähigkeit des Bodens zu verbessern? Welche Maßnahmen führen dazu, dass mehr Regenwasser dort versickert, wo es fällt? Welche Ackerbewirtschaftung verringert ein Austrocknen der Flächen? Wie steht es um unsere Gewässer? Warum hat der Biddersbach dauerhaft deutlich weniger Wasser als früher? Warum gibt es bei uns kaum noch Nass-Wiesen und wo könnten wir wieder solche Gebiete anlegen? Wo können Tiere bei Dürre trinken? Wie müssen unsere Gräben gebaut sein, damit sie nicht nur im Falle der Hochwassergefahr Wasser abführen, sondern Erosion und Bodenverlust verhindern sowie grundsätzlich Wasserversickerung fördern? Wie schützen wir unsere Trinkwasserreserven?

Zu diesem Themenkreis referierte auch im Oktober 2018 Dr. Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes bei den Lobbacher Gesprächen der SPD:

Klimakrise heißt nicht nur eine über die Jahre hinweg grundsätzlich steigende Erwärmung mit drohenden Dürren und einem Absinken des Grundwassers. Wissenschaftliche Statistiken zeigen, dass auch die Starkregenereignisse die Klimakrise charakterisieren und zu großen Schäden führen. Spontan erläuterte daraufhin der Lobbacher Bürgermeister Edgar Knecht das Konzept der Wasserrückhaltebecken des Zweckverbands Hochwasserschutz Elsenz/ Schwarzbach, dem auch Wiesenbach angehört. Sie bezwecken die möglichst frühzeitige und dezentrale Rückhaltung der Niederschläge schon im Einzugsgebiet und an den Oberläufen der Bäche. So soll in den nachgeordneten, tieferen Lagen erst gar keine massive Wasseransammlung und Notsituation entstehen. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung als Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks sagte Bürgermeister Knecht jedoch deutlich, dass der eigentliche Hochwasserschutz schon auf der Ackerfläche beginnen muss. Die Gestaltung der Bodenoberfläche ist ein entscheidender Faktor bei der Entstehung von Hochwasser. Eine engere Zusammenarbeit von Hochwasserschutz und Landwirtschaftsministerium sei dringend notwendig.


Mit dem Landschaftskonzept Wiesenbach können wir dieses Problem nun ohne den Umweg über „die große Politik“ sondern direkt mit unseren lokalen Möglichkeiten angehen. Ideen dazu liegen z.B. aus der Zusammenarbeit zwischen Bauern aus Schwaigern im Kraichgau und der Uni Hohenheim vor.

(Quelle: https://projekte.uni-hohenheim.de/i410a/steckbriefe/HochwasserSteckbriefe.pdf)

Dabei geht es u.a. um Ackerrand- und Grünstreifen, Querbewirtschaftung, Schlagteilung mit unterschiedlichen Früchten. Die Spezialisten aus unserem lokalen Zweckverband Hochwasserschutz könnten das Gespräch sehr bereichern. Sie sind orts- und sachkundig und können uns sicher gut beraten.

Der Arbeitskreis 3: „Gewässer und Boden“ trifft sich wieder am 24.07.2019 von 18:00 bis 20:30Uhr.

Die Arbeitskreise 1: „Biotope und Naturschutz“ und 2: „Wald und Naherholung“ treffen sich am 18.07.2019 von 17:30 Uhr bis 19:00 Uhr bzw. von 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr.


Alle Wiesenbacher Bürger können sich an diesen Gesprächen zuhörend oder mit spontanen eigenen Beiträgen beteiligen. Nutzen Sie diese Chance um im Gespräch mit anderen Wiesenbachern und mit Fachleuten Ihr direktes Lebensumfeld besser kennen zulernen und Mitverantwortung für dessen Gestaltung zu übernehmen.


(AB)




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