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Neue Landpachtverträge für Artenschutz und Gesundheit

Der Beginn eines neuen Jahres lässt uns bewusst werden, dass die Zeit voranschreitet. Wir freuen uns, dass wir nach vorne schauen können und ein Jahr vor uns liegt, das uns neue Chancen bringt. Aber wir wissen auch, dass wir aus dem vergangenen Jahr eine gewaltige Menge an Problemen über den Jahreswechsel mitgenommen haben. Es sind keine individuellen Probleme, sondern sie bedrohen die Menschheit global und sie werden sich nicht von alleine lösen. Die Bedrohung durch das Corona-Virus ist nur eines davon. Aber anhand der Corona-Krise kann man sehr gut lernen, dass es auf jeden einzelnen ankommt, seinen Beitrag zu bringen und dass sofort und entschieden gehandelt werden muss. Wer verharmlost oder nur seinen momentanen eigenen Nutzen haben will, schadet allen.


So hoffen wir sehr darauf, dass das Bewusstsein für die existenzielle Dringlichkeit von Klimaschutz und Artenschutz uns im neuen Jahr dahin führen wird, dass wir als Einzelne z.B. in der Rolle des Verbrauchers über uns hinauswachsen und Verantwortung tragen werden, jeweils dort wo wir tatsächlich selbst entscheiden und handeln können. Und wir hoffen darauf, dass wir uns entsprechend dort einmischen und stark machen, wo politische Entscheidungen möglich sind, z.B. lokal und ganz direkt in unserem Dorf. Es gibt schon Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg wie z.B. Neckargemünd, deren Gemeinderat im März 2019 beschlossen hat, auf allen kommunalen Flächen keine chemisch-synthetischen Pestizide (sog. Pflanzenschutzmittel) mehr einzusetzen. Unter anderem ist dort auch bei der Verpachtung kommunaler Flurstücke für eine landwirtschaftliche Nutzung im Pachtvertrag ein Verbot des Einsatzes von Pestiziden verankert. (siehe hier ... oder in Google: Neckargemünd pestizidfrei) Genau das wäre auch in Wiesenbach direkt realisierbar. Und dies würde bei der großen Anzahl der gemeindeeigenen Flurstücke neben Bienen, Schmetterlingen, Vögeln, Hasen und anderen Tieren oder Pflanzen auch unserer eigenen Art und unser aller Gesundheit helfen.

Abendwolken (Foto: Annette Blasel)

In der Landwirtschaft gibt es tatsächlich Alternativen. Die schon lange gezahlten massiven Subventionen aus Steuergeldern sollten nur in eine bäuerliche Kunst der Bewirtschaftung fließen, die regenerativ ist und die Artenvielfalt, das Klima und unsere Gesundheit schützt. Neue Landpachtverträge der Gemeinde, die dies zur Bedingung machen, indem sie z.B. Pestizide ausschließen, sind dazu notwendig. Fehlt es am politischen Willen dazu? Es gibt nichts Gutes, außer man tut es. Auch in Wiesenbach.


(AB)

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